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04.10.2019

„Eintritt in ein Lebewesen“

Joseph Beuys, 12.05.1921, 23:23, Krefeld

So lautete der Titel eines Vortrags von Joseph Beuys, gehalten am 06.08.1977 im Rahmen der Free International University auf der documenta 6 in Kassel. Eine Ankündigung, die sich auch als Fazit aus der Betrachtung des Beuys-Radix sinngemäß ablesen lässt. Es sind die Biographien solcher Persönlichkeiten, deren Lebenswege selber den Deutungsschlüssel dafür liefern zu erkennen, wie umfassend jemand die Verwirklichung seiner Anlagen vorangetrieben und zur Entfaltung gebracht hat. Insofern ist Joseph Beuys ein für seine Generation exemplarisches Beispiel für das Durchhaltevermögen einer konsequenten Lebensführung und eines unbestechlichen Denkens, das sich seine eigenen Freiheits- und Bewusstseinsräume schafft, unabhängig von den in den Zerrbildern der neuzeitlichen Wissenschafts- und Medienkultur propagierten Welt-und-Mensch-Konzeptionen, wie sie noch heute als unumstößliche Vorstellungs- und Seelenprogramme fixiert und gezielt als Information übertragen werden.

Sieht man Jupiter/ Saturn in Haus 8 als die beiden Herrscher des ersten Hauses, dann zeigt sich darin schon die von Beuys unermüdlich vorgetragene Idee der Erweiterung (Jupiter) des traditionellen Kunstbegriffes (Saturn). Die Idee der Umwandlung sämtlicher routinemäßig übernommener, jedoch in sich schon erstarrter, unzeitgemäßer Formen und Begriffe (Pluto im siebten Haus) hinsichtlich der Kunst sowie gesellschaftspolitischer Zustände, lässt sich an der gradgenauen Jupiter/ Uranus-Opposition von Haus 2 zu Haus 8 ablesen, die ihn als einen unkonventionellen und schöpferischen Denker auszeichnet. (Was die historische Situation akademisch geprägter Kunstformen und Begriffsschemata angeht und wie diese von ihrer Tradition her zu verstehen sind, kann hier natürlich nicht erörtert werden. Hier geht es lediglich darum, die auf die Kunstgeschichte allgemein zielende, kritische Analyse von Beuys, als eine aus der Struktur seines Radix bedingte Notwendigkeit herzuleiten.)

Das in die Jupiter/ Uranus-Opposition einbezogene Mars-Quadrat deutet auf einen weiteren Themenschwerpunkt von Beuys hin, nämlich die „Erneuerung des sozialen Organismus“, wobei die den Mars im fünften Haus beherrschende Venus schon die Stier-Sonne in Haus 4 mit einbezieht. Hier kommt auch der Begriff der „Sozialen Plastik“ ins Spiel, sowie der bis heute missverständlich interpretierte Kernsatz: „Jeder Mensch ist ein Künstler“.

Die Grundlagen für beide Thesen fand Beuys in der Anthroposophie von Rudolf Steiner. Neben der Neufassung einer gesellschaftlichen Ordnung in der „Dreigliederung des sozialen Organismus“, war es auch die Sicht Rudolf Steiners auf das Christus-Mysterium, die sein Denken und seine Arbeiten nachhaltig inspirierten und beeinflussten. So sind einige Werke entstanden, in denen aus der christlichen Mythologie und Symbolik stammende Grundelemente eingegangen sind und – ganz im Sinne einer angewandten Sakralkunst – verarbeitet wurden. Neben einer Reihe von Kreuzen entwarf er u.a. Taufbecken, sowie ein Weihwasserbecken mit einem eingearbeiteten Relief „Schweißtuch der Veronika“. Desweiteren war er schon im Jahre 1948 an der Fertigstellung der „Pfingsttür“ am Südportal des Kölner Doms beteiligt, für die er dem Mars/ Venus-SP gemäß das Mosaik der Platte „das brennende Köln“ setzte, gefolgt von der Mitarbeit am Westfenster des Aachener Doms im Jahre 1952. Doch die wohl bekannteste Arbeit ist das drei Meter hohe Hängekruzifix, das freischwebend (Uranus als Herrscher von Haus 2 in 2) im Turmraum des „Büdericher Ehrenmals“ im Jahre 1958 installiert wurde.

Die auf der Bildebene intensiv und bewusst geführte Auseinandersetzung mit dem Christus-Prinzip, taucht in den hintergründigen Motivschichten des Sonne/ Neptun-SP auf. Eine Konstellation, die der Idee der Umgestaltung und geistigen Erneuerung in Richtung eines individuellen Lebens- und Entwicklungsprozesses noch eine zusätzliche Dynamik verleiht, indem die das siebte und achte Haus beherrschende Sonne/ Merkur-Konjunktion das neptunische Geschehen der Reinigung und Klärung des Bewusstseins (Neptun in Haus 7) in die Zuständigkeit des vierten Hauses bringt. Es ist auch auf diesen Sonnenstand als Basis zurückzuführen, dass sowohl Beuys als auch Steiner (mit einer Fisch-Sonne in Haus 4) das freie, schöpferische Individuum in den Mittelpunkt ihrer gesellschafts-reformatorischen Anliegen und Betrachtungen rückten.

Das für eine Stier-Sonne prinzipielle Interesse an der Strukturierung gemeinschaftlicher Ausübungsformen, die als kollektive, sozialstaatliche Leitmuster ausgegeben werden, lässt die Konsequenz eines erweiterten Kunstbegriffes im Sinne einer „Sozialen Plastik“ nachvollziehbar erscheinen. In der Idee dieses Projektes sieht Beuys (im Gegensatz zur Geld=Kapital-Ideologie des Stier Karl Marx) das eigentliche „Kapital“ einer Gesellschaft in der freien „Entwicklung der Anlagen und der Persönlichkeit des Menschen“ (Sonne in Haus 4), während dem Geld – wie bei Rudolf Steiner – nur eine untergeordnete, funktionale Bedeutung innerhalb des Wirtschaftskreislaufs zugewiesen wird. In diesem Kontext erscheint der Mensch dann auch als ein „Künstler“, der nach Maßgabe seiner anlagebedingten Möglichkeiten und Fähigkeiten ein Mitgestalter an der Form eines so entstehenden „sozialen Organismus“ wird, der aber als Form der gemeinschaftlichen Ausübung als Erscheinung (Stier-Prinzip) die notwendigen, inneren Entwicklungsprozesse eines Individuums mit berücksichtigt. Eine auf Basis der Stier-Sonne kühne Schütze-Vision, in die das Parallelzeichen Krebs mit Mond/ Pluto im siebten Haus ergänzenderweise einbezogen werden muss. Aller Voraussicht nach wird diese Anschauung noch eine wesentliche Rolle für die innere Struktur der Grundgestalt einer zukünftigen Gesellschaft spielen.

Obwohl Beuys pausenlos und mit einem ungeheuren Energieaufwand Aktionen im öffentlichen Raum durchführte (Mars als Herrscher von Haus 3 in Haus 5), ist er in einer Vielzahl von Werken vor allem als filigraner Zeichner in Erscheinung getreten (Venus als Herrscherin des vierten und fünften Hauses in Haus 3). In einem krassen Gegensatz dazu stehen die auf den ersten Blick schwer zu enträtselnden Fett- und Filzobjekte und Aktionen. Die Auswahl dieser beiden Stoffe/Materialien geht zurück auf sein Erlebnis mit den Krim-Tataren im Jahre 1943, als diese den hinter den feindlichen Linien abgestürzten Bordfunker Beuys mittels Filz und Fett medizinisch versorgten und ihm das Leben retteten. Legende hin oder her: es ist dieses in seinem Lebenslauf/Werklauf verzeichnete Drama, das vor dem Hintergrund eines schamanistischen Zaubers und eines initiatischen Heilungsgeschehens seinen Fett- und Filzobjekten ihren besonderen, rituellen Charakter verleiht. Beuys hat immer wieder den „Wärmecharakter“ dieser beiden Stoffe hervorgehoben, und in einem gemäß der Stier-Sonne in Haus 4 analogen Schritt diese rein physikalische Funktion (Venus in Haus 3) als eine im Laufe der Entwicklung neuzeitlicher Gesellschaftssysteme fehlende Qualität dargestellt: „Was nottut ist Wärme.“

Da Beuys über die Erd- und Naturverbundenheit der Stier-Sonne in Haus 4 dazu fähig war, die in der Materie wirkenden Formkräfte und seelischen Energien aufzuspüren, versuchte er hinsichtlich des Natur- und Umweltschutzes diesen mystischen Aspekt der Weltwahrnehmung auch in die öffentlich geführten, politischen Debatten einzubringen. Das nach der Parteiwerdung der grünen Bewegung sämtliche in diese Richtung zielenden Anliegen und Ideen aufs heftigste von den sogenannten Realos bekämpft wurden, versteht sich von selbst. Dieses vordergründige Scheitern deutet auf den Skorpion-MC und den Pluto im siebten Haus, der für Beuys in dem Moment zum Verhängnis wurde, als er durch die Mitgliedschaft in dieser Partei immer tiefer in das herrschende Systemgeflecht ideologisch verstrickt und hineingezogen wurde. In dieser Zugehörigkeit musste er als Kandidat für den Bundestag auf der Bundeslegiertenkonferenz der Grünen 1982 auch die Sonne-Neptun-Niederlage einstecken (die Königskonkurrenz/ Herodes-Effekt), auf keinen der vorderen Listenplätze gewählt zu werden. Hinsichtlich dieser Konstellation ist z.B. auch die Kündigung von Beuys als Professor der staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf im September 1973 durch den damaligen „Wissenschaftsminister“ Johannes Rau erwähnenswert.

Neben dem Sonne/ Neptun sowie dem Uranus im zweiten Haus ist es der auf dem 4,6° Skorpion-MC verzeichnete Gruppenschicksalspunkt von Merkur/ Uranus (die Entwurzelung; herausgeworfen aus Zugehörigkeiten; das Nomadentum etc.), der ihn immer wieder in eine Außenseiterrolle abseits gesellschaftlicher Konsens- und Vorstellungsmodelle (Pluto in Haus 7) hineingetrieben hat. Doch konnte er als ein Gestalter von Empfindungs- und Erlebniswelten in einer solchen Position seine gesellschaftspolitischen, visionären Ideen und Konzepte um so wirkungsvoller zur Sprache und zur Geltung bringen.

Das in seiner Kindheit in ihm schon aufgestiegene Bild, ein Hirte zu sein (der er auch war), der eine „imaginäre Herde“ anführt, zeigt, dass Beuys als Denker ein Mystiker war und kein Politiker. Denn trotz seiner vielen politischen Aktivitäten und versuchten Parteigründungen (z.B. die Gründung einer „Studentenpartei“, oder die „Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung“), hat er die scheindemokratischen Politikmethoden in Form einer staatlich-organisierten Parteiendiktatur abgelehnt. Im Protokoll einer unmittelbar nach seiner Entlassung als Lehrer abgehaltenen Konferenz in der Kunstakademie, ist die folgende Aussage von Beuys vermerkt: „Der Staat ist ein Untier, das bekämpft werden muss. Ich habe mir zur Aufgabe gemacht, dieses Untier Staat zu zerstören.“ Das dazu erforderliche und legitime Mittel sah er in einem neu zu initiierenden und auf allen Ebenen bewusstseinserweiternden Umdenkungsprozess.

So ist es heute auch kein Wunder, dass seine Ideen der „Selbstbesinnung und Erneuerung“ in Deutschland wieder an Aktualität gewinnen und gehört werden, angesichts einer gegen die Selbstbehauptungsinteressen der Deutschen immer hemmungsloser agierenden BRD-Ausschaltungs- und Zensurpolitik (Netzdurchsuchungsgesetz; Hassrede usw.). „Schon viel zu viele haben Angst, in den Verdacht zu geraten, Verfassungsfeinde zu sein. Sie versagen sich selbst schöpferische Gedanken, einmal erreichte Rechtsbegriffe zu erweitern, wenn der Bewusstseinsfortschritt dies fordert. Und er fordert es.“

Diese Beispiele verdeutlichen, dass er seine gesellschaftstheoretischen Entwürfe bewusst als ein Gegenbild zu den herrschenden plutonischen Gegenwartsmodellen formuliert hat (so auch die heute noch dringlicher zu erreichende Entstaatlichung des Schul- und Hochschulwesens). Das sollte allerdings nicht dahingehend als Versuch missverstanden werden, an die Stelle des jetzigen Staats- und Geldsystems lediglich eine selbstverfertigte Vorstellungs- und Zeichenwelt als Ersatzideologie in das Bewusstsein der Gegenwart zu setzen (Pluto als Herrscher von 10 in Haus 7). Seine Intention war die uneingeschränkt geistige Freiheit des Schöpferischen und Gestalterischen im Wesen des Menschen.

Für den jetzt zu vollziehenden Zeitenwandel ist und bleibt Joseph Beuys ein wichtiger und inspirierender Ideengeber. Und die nach den inneren Gestaltungsprinzipien des Menschen und der Natur in Freiheit geformte „Soziale Plastik“, die nur unter der Losung „Eintritt in ein Lebewesen“ als ein tragendes Fundament entwickelt werden kann, bleibt eine herausfordernde und revolutionäre Zukunftsvision.

 

© Günther Gerzmann

12.09.2019

Der folgende Text stammt aus dem Jahre 2002 und wird hier unverändert wiedergegeben. Viele der in meinen späteren Artikeln behandelten Themen und verwendeten Formulierungen werden hier schon – als Einübung eines neuen Denkens im Sinne der Astrologie – in Ansätzen aufgegriffen und skizziert. Auffallend sind hier nicht nur die unverkennbaren Parallelen zu den gegenwärtigen politischen Ereignissen. Auch die dramatische Zuspitzung der damaligen Situation wird deutlich, seitdem im Jahre 2015 der noch offener geführte Kampf gegen die europäischen Völker und Kulturen begonnen hat. Unbestreitbar ist es auch ein Kampf der Religionen, der aufgrund des Versuchs einer gewaltsamen Implantierung des Islams in den europäischen Kulturkörper über viele Menschen und Familien schon Tod und Unglück gebracht hat. Und es bleibt dabei: „alle“ darin verwickelten Helfershelfer werden persönlich zur Rechenschaft gezogen und sitzen für ihren Verrat schon jetzt mit auf der Anklagebank. Auch das ist nur eine Frage der Zeit. Denn in Form einer immer weiter fortschreitenden Aufklärung wächst auch ein Widerstand, der sich selber dazu befähigen und legitimieren wird nicht nur die geschriebenen, sondern auch die ungeschriebenen Rechte und Gesetze wieder durchzusetzen.

Zu keiner Zeit war es wohl für die Menschen so einfach, zwischen Gut und Böse, Wahrheit und Lüge, Recht und Unrecht usw. unterscheiden und wählen zu können, wie in der heutigen. Eine Wahl, von der jedoch nicht nur das eigene, persönliche Schicksal abhängt.

Heute, am 01. September 2019, finden in Sachsen und Brandenburg Landtagswahlen statt, mit einer Sonne/ Mars/ Merkur-Konjunktion in der Jungfrau, mit einem fast gradgenauen Spiegelpunkt zu Pluto auf 21° Steinbock, sowie einem Saturn/ Venus-Spiegelpunkt. Was für eine Politik wird von den unter diesen Vorzeichen sich bildenden Regierungskoalitionen wohl zu erwarten sein, wenn nicht eine noch rücksichtslosere und brutalere, gegen die Interessen und Notwendigkeiten der Deutschen gerichteten Zerstörungspolitik?

 

Doch schneller als es viele glauben mögen werden die alten Machtstrukturen abgebaut und verschwinden. Die damit zusammenhängenden Ereignisse können aber weder durch Stimmabgabe auf einen Wahlzettel mit entschieden, noch manipuliert werden. So erlangen die ursprünglichen Kräfte in Europa ihre souveräne Handlungsfähigkeit wieder zurück und die ihnen bestimmungsgemäß angestammten Rechte werden wieder in Kraft gesetzt. Eine Frage der Zeit.

Zur Zeit/ Ausblicke (2002)

Ein in seinem Heimatland verfolgter, syrisch-orthodoxer Priester, sprach in einer Fernsehsendung über die Ursachen und Hintergründe seiner Flucht nach Europa. Er glaubte, in den Armen seiner christlich-europäischen Glaubens- sowie Leidensgenossen Ruhe und Sicherheit zu finden. In aller Knappheit und in einem kargen Ton der Ernüchterung bemerkte er dazu: „In Europa ist nichts Christliches mehr vorhanden“. Diese Aussage beschämt und erschüttert zugleich, insofern sie auf ein Fehlendes hinweist, das für den Erhalt der ursprünglichen, geistig-religiösen Bestimmungsgestalt Europas von existentieller Bedeutung ist.

Die zerstörenden Kräfte sägen nicht nur an dem berühmten Ast, auf dem wir sitzen, sondern sie reißen die Wurzel aus – der Baum fällt.

 

Die Gewalt der dafür verantwortlichen, herrschenden Ideologien (in Religion, Wissenschaft und Politik) wirkt in der Gegenwart umso verheerender, je mehr der Bruch zwischen dem Dasein kulturbestimmender Orientierungs- und Erfahrungsgrößen und den darin sich wiederfindenden Individualexistenzen vorangetrieben wird. Ein Bruch innerhalb der Hierarchie dieser Ordnung hat weitreichendere Folgen, als etwa die gezielte Vernichtung konkret existierender Realbestände (etwa im Falle eines Krieges).

Auch wenn dabei Unwiederbringliches verloren geht (wie z.B. am Ende des zweiten Weltkrieges das alte Dresden und andere altdeutsche Städte, die den militärischen Vergeltungsschlägen der Alliierten an der Zivilbevölkerung zum Opfer fielen), können diese zumeist doch wieder aufgebaut und bewohnbar gemacht werden.

Doch wie verhält es sich mit dem Zusammenbruch derjenigen Behausungen und Niederlassungen, die als Anwesenheitsform der Seele, als Wohnstätten des Lebens in den Menschen hineingelegt wurden? Hier gilt es, nicht nur eine äußere Fassade wieder herzustellen, sondern die nach einem Urbild der Schöpfung angelegte Bestimmungs- und Lebensgestalt erneut in sich wiederzufinden und aufzurichten. Dazu bedarf es anderer, als lediglich handwerklich technischer Fertigkeiten.

Das Hervorholen der für diese Regeneration notwendigen Kräfte ist ein – über das Empfinden – heilsamer, schöpferischer Prozess, der den Zustrom und das Bewusstwerden ursprünglicher Bilderfahrungen wieder einleiten und initiieren kann. Aus diesen Erfahrungen schöpfen Mythos und Religion. Die Quellen sind noch nicht versiegt, der Bruch kann geheilt werden.

 

Auf die wurzelhafte Verbindung zwischen christlich-abendländischer Kultur und der Mythologie der Griechen sollte in diesem Zusammenhang unbedingt noch hingewiesen werden („Wir sind Barbaren geworden und möchten wieder Hellenen sein“ Hugo Rahner). Sie ist in allererster Linie dadurch bezeugt, dass es der griechischen Sprache vorbehalten war, das Christus-Mysterium zu verkünden und in den Evangelien niederzulegen. Daraus wird ersichtlich, dass die in den Bildern der griechischen Sprache gesammelten Erfahrungen, für das Bewusstsein der Urchristen konstituierende Grundkräfte waren. Umso erstaunlicher ist es zu beobachten, wie weit sich die heutige Theologie (unter dem Einfluss der „Entmythologisierungskampagne“ des protestantischen Theologen Rudolf Bultmann) von diesem Zweig christlicher Symboltheologie entfernt hat.

 

Die Hinwendung der christlichen Kultur zur griechischen Mythologie und Philosophie der Antike scheint selbst aus astrologischer Sicht unverzichtbar zu sein, wenn man bedenkt, dass es die griechische Himmelsgestalt des „Uranos“ (Wassermann) ist, welche die vom Vater-Prinzip (Fische/Neptun) getrennte Gestalt des Sohnes (Steinbock/Saturn) an die Grenze der Zeit führt, damit diese selbst im Verlaufe der Zeitentfaltung zur Gestalt der Bestimmung gegenwärtigen Geschehens werden kann.

 

Solange es noch Einzelne gibt, die in der Optik ihres Wahrnehmungsvermögens zur Aufnahme solcher Bilder fähig sind, ist noch nichts verloren. Die Wahrheit pflanzt sich im Individuum fort und hat dort ihren Sitz, entgegen einer nahezu unüberwindlich scheinenden Macht eines kollektiven Sozialterrors, wie er von Seiten der staatlich organisierten Institutionen ausgeübt wird. Eine Kultur, die sich seit der französischen Revolution lediglich auf die – das Ego und das Subjekt heiligenden - „Menschenrechte“ beruft, muss a-religiös sein, weil sie den Himmel ausschließt. Die Konsequenz der Lüge aller sich auf diesen „Menschenrechten“ aufbauenden Systeme und Gesellschaften führt letztlich dazu, den im Menschen angelegten „Anteil am Himmel“ auszuschalten und als systemfeindlich zu bekämpfen. Das ist bis zu den heutigen Kirchenoberhäuptern noch nicht durchgedrungen. Denn im Gegensatz zum Staat vertritt die Kirche ein „himmlisches Recht“, das in allen Belangen den partei-politischen Ideologien eines korrupten Wissenschaftsstaates überlegen ist (und damit der Entwicklung des Einzelnen auch dienlicher, weil im Grundsatz der Erhaltung des Bewusstseins ursprünglicher Bildinhalte – als Nähe zur Wahrheit – verpflichtet). Der unversöhnliche Gegensatz zwischen Kirche und Staat tritt hier in Erscheinung, genauso wie die Notwendigkeit, diese Allianz – aus kirchlicher Sicht – so schnell wie möglich zu beenden. Die Unterschiede sind fundamental: die Kirche bezieht ihre Existenz aus der Notwendigkeit der Bindung und Verkündigung einer durch Christus geoffenbarten, gottgegebenen Seinsordnung (die seit der Menschwerdung des Sohnes als Einzel- und nicht, wie im AT, als Kollektivschicksal zu vollziehen ist); alles Staatliche hingegen kann nur existieren, durch die Loslösung und Trennung von einer derart verpflichtenden, metaphysischen Bindung, ist also im Kern unwahr und kann somit auf der Basis eigengesetzlicher, willkürlicher Machtinteressen aufgebaut werden. (Hier wird die Absicht von Bundeskanzler Gerhard Schröder und einiger seiner Kabinettsmitglieder klar erkennbar, die bei dem Schwur auf die deutsche Verfassung während ihrer Vereidigung den Zusatz „so wahr mir Gott helfe“ weggelassen haben.)

Es ist also kein Zufall, dass die Kirchen zugrunde gehen und eine Austrittswelle zu beklagen haben genau zu dem Zeitpunkt, wo die Machtansprüche von Wissenschaft, Industrie und Politik zentral in Europa gebündelt werden.

 

Der souveränen Entscheidungsfähigkeit eines jeden Einzelnen kommt hier eine große Bedeutung zu. Denn wenn es die Alternative zwischen Kirche und Staat wirklich gibt, dann wird auch klar, dass mit jedem Kirchenaustritt die Gewalt des Staates gestärkt wird. Dies gilt insbesondere für die Austritte aus der katholischen Kirche, da sich die lutherisch-protestantischen Kirchenangehörigen schon immer sehr viel kompromissbereiter, bis zur Widerstandslosigkeit unbedenklicher zeigten, wenn es darum ging, sich den jeweils herrschenden Machtverhältnissen unterzuordnen und einzugliedern (z.B. die Evangelische Kirche in der ehemaligen DDR). So wirkt bis heute das unheilvolle Erbe mittelalterlicher Reformbestrebungen nach, sodass von dieser Seite aus keine Klärung zu erwarten ist.

 

Wer sich die Klarheit seines Empfindungs- und Urteilsvermögens, sowie den Blick für das Prinzip des gestalthaften in der Erscheinungsvielfalt der Welt, nicht trüben und auch nicht nehmen lässt, der wird dialogfähig und kann antworten auf die Fragen, die aufgrund einer noch nie dagewesenen Schmerz- und Leidenserfahrung aller in der Ordnung der Natur beheimateten Lebewesen, an uns gestellt werden. Wer im Sinne der Erfüllung einer solchen Forderung zum Fürsprecher wird, der wirkt mit an der Heilung der Gebrechen einer Zeit.

 

© Günther Gerzmann, 2002

17.07.2019

Der Kampf gegen die Homöopathie

Wieder einmal wird die Homöopathie mit dem Bann der „Un-wissenschaftlichkeit“ belegt und angegriffen. In einer ntv-Meldung vom 03.07.2019 war hierzu folgendes zu lesen:

 

„Homöopathie als Kassenleistung

SPD-Fraktionsvize Lauterbach will gesetzlichen Krankenkassen die Kostenerstattung von Homöopathie verbieten. „Wir müssen in der Groko darüber reden“, sagte er dem Tagesspiegel. Ihm zufolge sollen auch freiwillige Leistungen der Krankenkassen wirtschaftlich und medizinisch sinnvoll sein.

Kürzlich hat in Frankreich die Oberste Gesundheitsbehörde festgestellt, das homöopathische Arzneien wissenschaftlich gesehen nicht ausreichend wirksam seien. Daher sei eine Erstattung nicht gerechtfertigt.“

 

Es sind immer die gleichen, abgedroschenen und vergeblichen Phrasen, mit denen die Homöopathie diskreditiert und ausgeschaltet werden soll. Dazu ist schon tausendfach das Notwendige gesagt und geschrieben worden (siehe auch meinen Artikel „Zur Homöopathie“ vom 28.11.2018).

Nachdem das immer brüchiger werdende Groko-Theater in Berlin zu einer regelrechten „Zitterpartie“ geworden ist (auch für die Kanzlerschaft Angela Merkels), bleibt zu hoffen, das es bei der Ankündigung von Lauterbach, in der Groko „darüber reden zu müssen“, vorerst bleiben wird.

 

Die Forderung eines Verbotes der „freiwilligen“ Kostenerstattung homöopathischer Mittel durch die gesetzlichen Krankenkassen macht deutlich, unter welchem Druck die Pharma-Lobby im Bundestag mittlerweile steht, angesichts eines stetig anwachsenden Vertrauensverlustes in die Wirkungsweise der von der pharmazeutischen Industrie hergestellten Mittel und Arzneien.

 

In der Zwischenzeit hat sich auch die Ärztekammer hinsichtlich eines Homöopathie-Verbotes (denn das wird unterschwellig mit gefordert und schon ausgesprochen) eindeutig positioniert. Die „Inquisition der Gegenwart“ (W. Döbereiner) läuft auf Hochtouren.

Dass die in vielen Bereichen der Naturheilkunde zu verzeichnenden Gewinnsteigerungen die Pharma-Wächter auf den Plan rufen würden, war vorhersehbar. Wenn also Lauterbach die „freiwilligen Klassenleistungen“ als „wirtschaftlich nicht sinnvoll“ kritisiert, dann nur deshalb, weil die erwirtschafteten Gewinne der Homöopathie-Hersteller nicht in die Taschen der Pharma-Riesen fließen. Doch die Bewegungen in Richtung Naturheilkunde/Homöopathie usw. werden sich in Zukunft noch verstärken und sind nicht mehr umkehrbar.

Dies alles deutet auf einen viel tiefgreifenderen Wandel hin, der auf sämtliche von der etablierten Politik und Wissenschaft noch besetzten Gebiete ausstrahlen wird.

 

Trotz weiterer Verbote und Drohungen von Seiten des Staates gegen einen sich immer stärker durchsetzenden Impuls zur Wahrheit und Freiheit: das globalisierte System der Menschenfeinde, aufgebaut auf der wirtschaftlich-industriellen Ausbeutung des Planeten, sowie der Überwachung und Kontrolle sämtlicher Nachrichten- und Informationsplattformen, die Macht dieses Systems geht ihrem Ende entgegen.

 

Der nächste entscheidende Fortschritt auf der Erde wird kein technischer sein, sondern die Wiederentdeckung des Schöpferischen im Menschen und der Bestimmung der Natur als ein visionäres Bewusstsein, das von den in den europäischen Völkern und Kulturen beheimateten Individuen soweit vorangetrieben wird, bis die in die Herzen und Seelen injizierte Angst und Ohnmacht vor der Aggressivität und Gewalt der im Hinterhalt des herrschenden Systems lauernden Angreifer, erloschen sind. Erst ein so Erwachter wird dazu fähig, sich und Andere aus dem Netz von Lügen, Täuschungen und Schuld zu befreien. „Im Augenblick, in dem er erwachend seine Macht erkennt, ist die Ordnung wiederhergestellt.“ (Ernst Jünger)

 

Das Erwachen des Einzelnen als ein individueller Akt einer – im Verhältnis zur Radixstruktur – anlagebedingten und bestimmungsgemäßen Selbstentfaltung ist also notwendig, soll eine solche Entwicklung nicht schon im Ansatz als ein „Aufstand der Larven“ im Sande verlaufen.

 

Die Homöopathie (im Verbund mit der Astrologie) ist ein Weg zur Freilegung individueller, geistig-seelischer Potentiale und Möglichkeiten. Dies geht weit über den medizinisch-therapeutischen Zweck einer einseitigen Symptombekämpfung hinaus und zielt ins Schicksalhafte. Dort ist Heilung im umfassenden Sinne möglich. Dagegen arbeitet die Allopathie. Es bleibt aber dem Prinzip und dem Wesen der Homöopathie überlassen, aus einer auf allen Ebenen von Giften durchsetzten Welt die Heilmittel zu extrahieren, die für die Wiedererweckung der geistigen, schöpferischen Heilungs- und Seelenkräfte in der Natur und im Menschen, unerlässlich sind. Und diese sollte man sich von einem in sich schon zerrütteten und in Auflösung begriffenen Staat nicht widerspruchslos wegnehmen lassen. Daran sollte hier nochmal erinnert werden.

 

© Günther Gerzmann

In eigener Sache

Hinweis!

Aus verschiedenen Gründen war es mir in den vergangenen anderthalb Jahren leider nicht möglich auf die per Email eingegangenen Nachrichten direkt zuzugreifen und zeitnah zu antworten. Viele davon sind erst jetzt entdeckt und gelesen worden. (Antworten werden noch folgen) Daher möchte ich mich zunächst bei all denen entschuldigen, die bis dato auf diesem Wege noch keine Antwort von mir erhalten haben. Gleichzeitig bedanke ich mich für die positiven Reaktionen und Kommentare, die ich - ebenfalls per Email - als Zuspruch erhalten habe. Da ich aber weiterhin wohl offline bleiben werde und die Bearbeitung der Seite - was das Hochladen der Texte betrifft - in andere Hände gelegt habe, möchte ich dringend darum bitten, eine gewünschte Kontaktaufnahme direkt telefonisch (innerhalb Deutschlands rufe ich zurück) oder per Brief vorzunehmen. Auch wenn die ab jetzt eingehenden Emails gesichtet werden, kann ich für eine unmittelbar von mir geschriebene Antwort (aus oben genannten Gründen) nicht garantieren. Insofern bitte ich um Verständnis für mein Anliegen, auch wenn es dem einen oder anderen zu umständlich oder gar unzeitgemäß erscheint. Vielen Dank!

 

Herzliche Grüße, Günther Gerzmann

25.04.2019

Übergänge Teil III: Die Aufhebung der Kollektive

Der erste Eintritt des Uranus in den Stier ereignete sich am 16./17. Mai 2018 mit einem Quadrat zum Mars auf 0° Wassermann und einer Konjunktion mit Merkur auf 4-5° Stier, sowie einem Sonnenstand auf 25° Stier (= Uranus/ Merkur GSP).

 

In der MRL vollziehen die Zeichen Stier und Wassermann zwei entgegengesetzt verlaufende, jedoch – ausgehend von 0° Widder – zeitgleich stattfindende Bewegungen (der Stier läuft gegen, der Wassermann im Uhrzeigersinn). Wie der griechische Mythos von der Teilung zwischen Himmel (Uranus) und Erde (Stier) berichtet, werden so der „Ursprung“ der für die Zeit bestimmenden Gestalten (Wassermann) sowie die „Erscheinung“ im Sinne der Verstofflichung (Stier) als ein synchrones Geschehen im Tierkreis dargestellt. In den Evangelien erscheint Uranus bei der Taufe Christi als der in der Gestalt der Taube (Waage-Venus) vom Himmel herabgestiegene „Heilige Geist“. Die Fleischwerdung des Geistes/ der Gestalt im Stier, tönt auch deutlich hörbar aus der Formulierung „Und das Wort ist Fleisch geworden...“ heraus.

 

Es zeigt sich ein breit gefächertes mythologisches Bilderspektrum das uns hier begegnet und in das tiefer hineinzugehen sich lohnt, will man zu einem größeren Verständnis des Zusammenhangs dieser beiden Tierkreiszeichen gelangen. (Die zur Waage-Venus gehörende Gestalt der Uranus-Tochter „Aphrodite“ ist ein späteres Tierkreiskapitel und bleibt hier zunächsteinmal unberücksichtigt.)

 

Die Uranus/ Merkur-Verbindungen stehen einerseits für das „Durchbrechen der Fesseln realer Folgerichtigkeiten“ (der Zwillings-Merkur im Sinne des Intellekts), andererseits für die „Aufhebung der Vernunft“, die als Mittel der bewussten Steuerung des Verhaltens gegenüber der Veränderlichkeit der Lebensumstände agiert (der Jungfrau-Merkur im Sinne der Wahrnehmung und des analytischen Beobachtens der Umwelt usw.).

Beide Varianten dieser Konstellation zeigen im Hintergrund das Bild des „Unterwegsseins auf den Wegen der Erfahrung des Wirklichen“ und damit das Herausmutieren und Ausbrechen aus der Lebensenge bisheriger fester Zugehörigkeiten und ihrer Anbindungen (z.B. im Beruf, in einer Partnerschaft etc.).

 

An dieser Stelle wäre ein Hinweis auf die nach Europa gelenkte „Migration“ angebracht, die mit Merkur im Stier als eine kollektive Wanderungsbewegung geregelt und planmäßig abläuft, genauso wie die Aufhebung der Stier-Grenzen durch Uranus, als Voraussetzung dafür, in die strategisch ins Visier genommenen Länder eindringen und diese besetzen zu können. Die Rückseite von Uranus/ Merkur ist Venus/ Saturn, also der soziale Integrationszwang. Dieser Druck wird verstärkt auf die „Einwanderungsländer“ ausgeübt, die zur Aufnahme und Integration von Flüchtlingen gezwungen werden, während diese ja – im Sinne eines Merkur/Uranus – als Vogelfreie unterwegs sind und sich nach belieben in die Zugehörigkeit der zur Auswahl stehenden Länder und deren Sozialsysteme begeben und sogar einklagen können. Eine absurde und weltgeschichtlich wohl einmalige Situation. Da jedoch der ebenfalls in dieser Konstellation enthaltene Saturn/ Uranus diesen Druck als Zwang noch erhöht, wird die Konsequenz des „Auseinanderbrechens der Formen des Unvereinbaren“ unvermeidlich sein.

 

Da auf EU-Ebene die staatlichen Verwaltungs- und Regelungszwänge ausschließlich zum Nachteil einheimischer Interessen und Notwendigkeiten ausgelegt und angewendet werden, lässt sich als Trend daraus ableiten, dass die zunehmende Überforderung sowie Unterdrückung der Europäer in ihren eigenen Länder zu einer Renaissance längst verloren geglaubter, autonomer und in sich geschlossener, kultureller Formationen, führen wird.

Im Gegensatz zu den unvermeidbaren Verwahrlosungen innerhalb beliebig zusammengesetzter, multi-ethnischer Zwangsvergemeinschaftungen (die allesamt Verliererkollektive sind), handelt es sich bei diesen Formationen um einen Neuaufbau zur Wiedererlangung der Höhe eines Kulturbewusstseins, das sich dem Ursprung „der Gestalt des Gewachsenen“ (als kulturgeschichtliche Bedingtheit) wieder anzunähern versucht.

 

In diese Überlegungen ist auch das Mars/ Uranus-Quadrat vom 16./ 17. Mai 2018 einzubeziehen, als eindringliche Mahnung an Alle, „die Grenzen“ des Gewachsenen nicht zu überschreiten, will man noch Schlimmeres als das, was in den letzten 4 Jahren in Deutschland und Mitteleuropa geschehen ist, abwenden. Die in diesem Quadrat liegende, real existierende Bedrohung innerer Sicherheitsstrukturen, ist mit Händen greifbar. So stechen aus der Mars/ Uranus-Symbolik nicht nur „das Messer“ und „das schwache Vaterbild“ als Symptome einer deutlich ausgeprägten Revier- und Existenzangst hervor. Man erkennt auch die von der EU zwangsverordnete Lähmung der Abwehr und des Widerstandes gegen die irregulären Einwanderungsströme (Neptun/ Venus als Rückseite von Mars/ Uranus, sowie auch Neptun/ Uranus), sowie die daraus resultierende Schwäche und Wehrlosigkeit der europäischen „Vaterländer“, in denen die Völker als „politische Übergriffsopfer“ dazu gezwungen werden, das Unterlegen- und Fremdbestimmtsein im eigenen Revier ohnmächtig erdulden zu müssen (der Aggressionsstau). Viel zu Viele mussten dafür schon mit ihrem Leben bezahlen. Doch diese Zeit läuft ab. Der Würfel ist gefallen.

 

Von ihrem Ursprung her tragen der Mensch und die jüngere Erde das Ur-Element der Schöpfung als Prinzip noch in sich. Dagegen zeigt die in der „Neuzeit“ zerstörte ältere Erde ein entstelltes und entmenschlichtes Antlitz, in das die unheimlichen und dämonischen Züge ihrer Vergewaltiger und Mörder tief eingegraben sind. (Wer meint, das sei eine unzulässige und zu spitze Formulierung, der schaue sich einmal die Verwüstungen in den Braunkohleabbaugebieten an, in denen seit Jahrzehnten eine noch nie dagewesene, irreversible Landschafts-, Boden- und Kulturzerstörung betrieben wird, verbunden mit routinemäßigen Enteignungen und Zwangsumsiedlungen der in den abzureißenden Dörfern seit Generationen lebenden Menschen und Familien. Hier werden Heimat und Herkunft nicht nur infolge der Zensur durch erlassene Sprach- und Denkverbote aus dem Bewusstsein verdrängt, sondern de facto als Leben und Gestalt in ihrer Substanz zerstört. Solche Katastrophen lassen sich nicht mit dem zynischen Verweis auf energiewirtschaftlich notwendige, Arbeitsplätze erhaltende Maßnahmen etc. rechtfertigen oder gar legitimieren. Denn als zwei nicht voneinander zu trennende, identitätsstiftende Beziehungsgrößen, sind Herkunft und Heimat für jeden Menschen die beiden wichtigsten Parameter zur Ausbildung einer Empfindungs- und Lebenswelt, die mit der Quelle ihres Ursprungs schicksalhaft verwachsen und – unverrückbar wie die Äste an einem Baum – verbunden bleiben. Wer das zerstören will, ist ein Verbrecher.)

 

Dass der Uranus im Stier auf nachhaltige Veränderungen der politischen, sozial-gesellschaftlichen Verhältnisse hinweist, steht außer Zweifel. Es scheint ebenso unzweifelhaft, dass diese tiefgreifenden Umwandlungen nicht im Sinne der z.Zt. herrschenden Macht-Eliten und ihrer Planungen ausfallen werden. Die Angst , die ihnen diesbezüglich im Nacken sitzt, lässt sich an der weltweit massiv stattfindenden Ausweitung zusätzlicher Manipulations- und Überwachungstechniken erkennen. Als Beispiele seien hier nur die in Europa geplante Norm für neue Pässe sowie der Ausbau des 5G-Netzes erwähnt.

 

Letzteres deutet auf den gezielten Einsatz eines erhöhten künstlichen Strahlungsfeldes hin, mit all seinen nachweislich zerstörerischen Auswirkungen auf die gesamte Natur.

 

Ein auf der wissenschaftlich-technischen Funktionsebene weltweit betriebener Missbrauch der Strahlungen und Energien eines Uranus/ Neptun, die für das wissenschaftliche Kalkül weder zu bändigen sind, noch gefahrlos genutzt werden können, deutet auf eine weitere Zunahme von Katastrophen hin, die einen unkontrollierbar gewordenen Umformungsprozess der gesamten planetarischen Situation begleiten werden. Das zeigen nicht nur die allerorts aus den Fugen geratenen meteorologischen Großwetterlagen. Auch die für Westeuropa immer bedrohlicher werdende Vergiftung des politischen Klimas durch linksradikale, pluralistische Offene-Gessellschaft-Parolen etc. gehören dazu. Es sind immer noch diese Kräfte, die das Aufeinander-hetzen verschiedenster ethnischer Gruppen und Religionen als alternativlose Zukunftsvision für Europa verkaufen und verstärkt gewaltsam durchsetzen wollen. Eine brutale und gnadenlose Gewalt, die über Leichen geht. „Blut sehen können zeichnet die Schlächter aus.“ (Ernst Jünger) Auch das ist ein aktuelles und unheilvolles Kennzeichen innerdeutscher, politischer Systemquälereien.

 

Durch die von Brüssel, Berlin und vom Vatikan aus gesteuerte Masseneinwanderung erfahren die Europäer jetzt am eigenen Leib, was es bedeutet, wenn man die von dem Stier Niccolo Machiavelli aufgestellte Forderung, dass „der Staat die Bürger zum Zusammenleben zwingen muß“, in letzter Konsequenz als Ideologie politisch umzusetzen versucht. Es ist jedoch zu erwarten, dass mit einem Uranus im Stier die Verfolgung solch kranker Ziele in ihr genaues Gegenteil umschlagen wird. Denn obwohl die verratenen und durch die eigenen Regierungen in einen politischen Hinterhalt gelockten Europäer noch schwächeln, wird sich der islamische Stier als kollektive Macht ebenso wenig in Europa durchsetzen, wie eine, die deutsche „Köterrasse“ an der Hundeleine führende schwarze Germania á la Rammstein.

 

Es sind die anstelle der ursprünglichen arterhaltenden Leitmuster gesetzten, lebensfeindlichen Vorstellungen und Ideologien in Wissenschaft und Politik, die seit Jahrhunderten die Gegenwart besetzen und lenken, und die jetzt konsequent ihrer kollektiven Aufhebung entgegengehen. Eine grundsätzliche Aufhebung, sowie ein weiterer Schritt in Richtung einer Befreiung, die schon mit dem letzten Eintritt des Uranus in den Stier auf allen Feldern des öffentlichen Lebens hätte eingeleitet werden können (6./ 7. Juni 1934). (Ob und inwieweit die damaligen anglo-amerikanischen Machtblöcke und Organisationen mit einem zweiten großen Krieg erneut dagegen vorgegangen sind, das kann jeder aus den vorliegenden (inoffiziellen) Quellen herleiten und nachvollziehen.)

 

Hinsichtlich der in jedem Kollektiv verwalteten Glaubensvorstellungen werden sämtliche „göttlichen Stellvertreter“ auf Erden ebenfalls ihre pseudo-religiösen Masken fallen lassen müssen (nicht nur in der katholischen Kirche). Das kann auch ein zwischen den sogenannten Weltreligionen geschlossener, interreligiöser, faustischer Pakt nicht verhindern, der hier auf nichts anderes, als auf die Verdrängung und Zerstörung des klassischen Erbes Alteuropas und seiner Völker abzielt. Das sollte man wissen, wenn die im Kern europafeindlichen Logenverbände und ihre Parteien demnächst wieder zur „Europawahl“ aufrufen.

Selbstverständlich bleibt es den demokratischen Gepflogenheiten gemäß jedem freigestellt und selber überlassen, sich seinen politischen Überzeugungen entsprechend an einer solchen Wahl zu beteiligen (oder auch nicht). Doch sieht man von den in solchen Macht-Wahlkämpfen verwendeten Rechts-Links-Schemata und Polemiken einmal ab, so gilt wohl für alle die sich daran beteiligen das als Mahnung an seine Jünger gerichtete Christus-Wort: „Es ist undenkbar, daß keine Ärgernisse kommen; aber wehe dem, durch den sie kommen!“

Wer das wiederum als Polemik im Sinne einer religiösen Drohung auffasst, der sollte sein Verhältnis nicht nur zum eigenen Leben und Schicksal einmal eingehender hinterfragen.

 

Der frühromantische Dichterphilosoph Novalis (Friedrich von Hardenberg) hatte Stier-Sonne in Haus 2 mit Wassermann-Aszendent. Als Beispiel für die anlagebedingte Spannung des Verhältnisses dieser beiden Tierkreiszeichen zueinander, kann man in seinem Text „Die Christenheit oder Europa“ von 1799 folgende Sätze lesen: „Ruhig und unbefangen betrachte der echte Beobachter die neuen staatsumwälzenden Zeiten. Kommt ihm der Staatsumwälzer nicht wie Sisyphus vor? Jetzt hat er die Spitze des Gleichgewichts erreicht, und schon rollt die mächtige Last auf der anderen Seite wieder herunter. Sie wird nie oben bleiben, wenn nicht eine Anziehung gegen den Himmel sie auf der Höhe schwebend erhält. Alle eure Stützen sind zu schwach, wenn euer Staat die Tendenz nach der Erde behält. Aber knüpft ihn durch eine höhere Sehnsucht an die Höhen des Himmels, gebt ihm eine Beziehung aufs Weltall, dann habt ihr eine nie ermüdende Feder in ihm und werdet eure Bemühungen reichlich belohnt sehen. An die Geschichte verweise ich euch, forscht in ihrem belehrenden Zusammenhang nach ähnlichen Zeitpunkten und lernt den Zauberstab der Analogie gebrauchen.“

 

Uranus spannt die großen, im Mythos verankerten, übergeschichtlichen Bögen. Er lässt die innerhalb der Grenze der Gestalt des Gewachsenen realen Dinge und Phänomene wieder näher an ihren Ursprung heranrücken. Er bringt die Verbindung der Erscheinungswelt des Stier mit der Gestalt der Erde als Prinzip einer geistigen Schöpfungsmacht wieder verstärkt ins Bewusstsein der Zeit. Damit wird eine weitere Phase der Loslösung vom Zwang der Übertragung materialistischer Wissenschafts- und religiöser Glaubensformen eingeleitet.

 

© Günther Gerzmann

Ergänzung zum Uranus im Stier

 

Das Mars/ Uranus-Quadrat deutet auf einen verdrängten, fehlenden Neptun hin. Fällt dieser als Gestaltprinzip für die Bestimmung der Gegenwart aus, schlägt die Aufhebung sämtlicher bestimmungslos gewordener „Ausübungsformen des Gemeinschaftlichen“ (die EU) umso stärker in Richtung Chaos und Zerstörung aus. Das spielt gewissen (plutonischen) Kreisen in die Hände, die ihre eigenen Strukturen auf einer solchen Zerstörung aufbauen wollen. So weist auch die Brandkatastrophe von Notre-Dame durch einen Mars/ Pluto/ Saturn-SP auf einen fehlenden und verratenen Neptun hin. Wer aber der Zerstörung dieser Kathedrale nachweint, während er gleichzeitig mithilft z.B. den Islam in Europa zu etablieren (wie der Heilige Vater im Vatikan), der ist ein Heuchler.

 

Für die Lebensfähigkeit des Einzelnen kommt es verstärkt auf die innere Bereitschaft an, die Immunisierungs- und Klärungsprozesse des Neptun/ Uranus/ Saturn in und durch sich zuzulassen, ohne Angst vor Verlust des Status oder Ansehens in einer Gesellschaft, die dabei ist sich selber auszurotten.

 

Außerdem wäre noch danach zu fragen, inwieweit ein in der Erscheinungswelt der Natur fehlender Neptun mit einem – schon jetzt wieder drohenden – Wassermangel zu tun hat. Auch in diesem Jahr gab es in Deutschland bisher kaum nennenswerte Regenfälle. Es droht die nächste Hitze- und Trockenperiode.

 

© Günther Gerzmann

15.02.2019

Nachtrag zum Text "Krankes Kind"

Aufgrund des Protestes eines Mitgliedes der Familie wurde der Artikel von der Seite genommen.

Die Angst, die Nennung des väterlichen Berufes könnte auf die Spur der Identität der Familie führen, ist eine vorgeschobene, und insofern als Ausrede zu werten. Denn darum geht es nicht. Vielmehr bestätigt sich hier, dass man – im Sinne der MRL – für die Benennung und Kenntlichmachung eines Modells, das als solches auf einen Verneinungs- und Verdrängungszwang hinweist, von denjenigen am meisten angegangen wird, die, vom eigenen Empfinden isoliert, in einem solchen selber noch festsitzen. Davon kann sich wohl niemand gänzlich freisprechen und insofern ist das verständlich und nachvollziehbar.

Das Horoskop sollte beispielhaft aufzeigen, was es heißt, wenn das bis dato Ungelöste einer Familie oder eines Kollektivs etc. das Leben und Schicksal der Nachkommen ergreift und besetzt, und diese – je nach individueller Radix-Struktur – immer noch in Mitleidenschaft zieht (Stichwort: Erbkrankheiten). Naturgemäß können sich die Kinder dagegen zunächst nicht wehren. Es bleibt also den Eltern überlassen, sich die unbewussten und gegen das Dasein der Kinder gerichteten Projektionen soweit wie möglich bewusst zu machen, damit die eigenen noch bestehenden Anhaftungen bezüglich eines Modells sich schrittweise immer mehr aufheben und wirkungslos gemacht werden können. So würden auch die Kinder frei werden für einen eigenen Entwicklungsweg, als unabdingbare Voraussetzung für einen dann möglich gewordenen schicksalhaften Prozess, einer weitestgehenden Heilung.

Einen solchen Weg zu unterstützen wäre sinnvoll (z.B. durch die astrologisch-homöopathischen Entsprechungen). Alles weitere fügt der Himmel.

 

© Günther Gerzmann

28.11.2018

Zur Homöopathie

Am 6.11.2018 sendete Spiegel-TV wieder einmal einen „kritischen“ Beitrag zum Thema Homöopathie. In gewohnter Fake-News-Manier wurde gehetzt, gelogen, verdreht und verfälscht. Eine Ärztin trat auf, die sich nach einer angeblich jahrelangen Praxiserfahrung von dem in der Homöopathie vorherrschenden Aberglauben verabschiedete, sowie eine Patientin die meinte, dass die homöopathischen Mittel sie beinahe umgebracht hätten. Hintergrund dieser Aussage war, dass sie womöglich gestorben wäre, wenn sie nicht, dem schulmedizinischen Rat folgend, eine zwingend erforderliche Notoperation vorgenommen hätte.

Das beinahe Ableben eines Menschen aufgrund einer zu späten bzw. nicht durchgeführten Operation mit der Einnahme homöopathischer Mittel zu verknüpfen, soll den Zuschauern klarmachen, dass es sich hier um ein Skandalthema ersten Ranges handelt, ohne jedoch im weiteren Verlauf der Sendung einen zureichenden Nachweis des Geschilderten zu erbringen. (z.B. die Befragung der behandelnden Personen etc.) Das ist nicht nur eine journalistische, sondern auch – im landläufigen Sinne – eine moralische Schweinerei.

Selbst wenn der beschuldigte Homöopath oder Heilpraktiker von einer Operation abraten und ausschließlich homöopathisch weiterbehandeln wollte ( was im Bericht nicht explizit erwähnt wurde), so ließe sich daraus kein solches Negativurteil über die Homöopathie ableiten, wie es die Redakteure und Autoren von Spiegel-TV zu suggerieren versuchen.

Hier zeigt sich überhaupt eine eklatante Argumentationsschwäche vieler Homöopathie-Gegner, die ihre Ablehnung in der Regel auch damit begründen, dass die Wirkungsweise der Mittel noch nicht wissenschaftlich erforscht und ausreichend bewiesen werden konnte. Abgesehen davon, dass die wissenschaftlich-medizinischen Labor- und Untersuchungsmethoden wohl kaum ausreichen, die Homöopathie – im Sinne einer an die schöpferische Ordnung der Natur gebundene Prinzipienlehre - zu entkräften oder gar zu widerlegen, müsste eine nahezu vollständige Abkehr von den materialistischen Vorstellungen der letzten ein- bis zweihundert Jahren erfolgen, hin zu einer mythisch-aufgeladenen Natur- und Weltbetrachtung, die die Götter nicht nur kennt, sondern diese als schicksalhafte Mächte auch ins Bewusstsein und damit zur Wirkung kommen lässt.

Ebenso hartnäckig wird auch immer wieder an der Behauptung festgehalten, dass der Glaube an die Homöopathie das wesentliche und eigentlich Wirksame sei. So lautete auch die Schlussfolgerung der Ärztin im besagten Spiegel-Bericht. Wer aber die Leugnung der Homöopathie ausgerechnet mit der Glaubens-These zu belegen versucht, der sitzt in einer selbstgeschaffenen Argumentationsfalle fest. Hier stellt sich nämliche die Frage, warum dann ausgerechnet der Glaube an die Homöopathie - nachweislich – Heilung bewirken kann, während der Glaube z.B. an Heilung durch Chemotherapie etc. jährlich hunderttausende Krebspatienten dahinrafft? War der Glaube dieser Menschen etwa nicht groß genug? Oder wurde ihnen gerade dieser zum Verhängnis? Und wer denkt schon lange darüber nach, sich entweder durch seinen Glauben selbst heilen zu können, oder sich mit Produkten aus den chemischen Giftküchen der Pharmaindustrie vergiften zu lassen?!

Das eine von giftigen Wirkstoffen durchsetzte Arznei für den menschlichen Organismus kein Heilmittel sein kann, ist wohl eine für jedermann einleuchtende und nachvollziehbare Tatsache. Hier setzt der aus der astrologisch-alchemistischen Tradition sich herleitende Prozess des Potenzierens an, in dem nicht nur verdünnt, sondern ein Prinzip von der Bindung an die materielle Form des stofflichen gelöst und befreit wird, um es in einem weiteren Schritt an einen anderen materiellen Träger zu binden. Ein Umwandlungsprozess, der in seinen tieferliegenden Bedeutungsschichten von jedem verstanden werden kann, der zwischen Geist und Materie zu unterscheiden gelernt hat.

In Ergänzung hierzu sei noch auf das Simile-Prinzip verwiesen, von dem schon im Ur-Parsifal berichtet wird, das nur der Speer, der eine Wunde geschlagen hat, diese auch heilen kann.

Alles das hebt die Homöopathie in den Rang einer im tiefsten Sinne aus dem Geist der Natur gewonnenen, magischen Heilkunst.

In der Mythologie antiker Kulturen wird ausführlich über wundersame Heilungen berichtet, in denen auch der Glaube des öfteren in den Fokus gerückt wird. Am bekanntesten sind wohl die im Neuen Testament geschilderten Heilungen, die immer mit dem Christus-Wort „dein Glaube hat dich gerettet“ enden. Die um die Homöopathe geführte Glaubensdiskussion gibt diesem Zusammenhang eine unerwartete und nicht zu unterschätzende Nebenbedeutung.

Im Neuen Testament ist es also der Christus-Glaube der heilt, und nicht eine Vorstellung von oder über Jesus Christus, wie sie die jüdisch-christlichen Amtskirchen seit dem Konzil von Nicäa 325 (mit einer Mars/Pluto-Opposition im Quadrat zu Sonne/Saturn) bis heute als Dogma in das öffentliche Bewusstsein zu übertragen versuchen. (Die in der Sprache schon vollzogene Unterscheidung bzw. die Differenz zwischen Glaube und Vorstellung sollen an anderer Stelle einmal näher erörtert werden.)

In diesem Sinne deuten die leeren Kirchenbänke weniger auf einen immer stärker werdenden Glaubensverlust hin, sondern auf eine Abkehr von den durch die antichristlichen Impulse durchsetzten Vorstellungsgebilden, die sich tumorartig seit Jahrhunderten in den verschiedensten Varianten innerhalb christlicher Bewegungen und „Glaubensvorstellungen“ eingenistet haben und als Seelengifte heute wieder vermehrt ausgestreut werden. ( Man denke nur an die von dem Jesuiten-Papst Franziskus als Christen-Pflicht deklarierte Unterwerfung unter den Islam und die Migrationsideologie etc.)

 

Dem stehen die über die „öffentlich-rechtlichen“ Zensurmedien gestreuten Eindrucksgifte allerdings in nichts nach. Es bedarf also in doppelter Hinsicht einer mars-neptunischen Austreibungs- und Bereinigungsgestalt (wie die des Christus), um der Schlangen- und Natterbrut überall dort die Köpfe zu zertreten, wo sie ihr lähmendes und zersetzendes Gift in das Bewusstsein und das Herz einer schon zerstörten Welt, sowie in das Fleisch der Lebenden und ihr Dasein, weiter zu injizieren versuchen. Astrologisch-Homöopathisch gesprochen ist es der Widerstreit zwischen dem neptunischen Gestaltprinzip als Urbild, und seinen skorpionischen Abbild als Simile (Neptun/Pluto). Die Ausgewogenheit dieser beiden miteinander verwobenen Kräfte wieder herzustellen, ist eine wichtige Voraussetzung für einen tief in das eigene, sowie in das Zeitenschicksal hinabreichenden Heilungsprozess. Die nach diesem Prinzip strukturierten „homöopathischen Laufzettel“ von Wolfgang Döbereiner erweisen sich hier im Sinne einer Schicksalsdiagnose – nicht nur als eine optimale, individuelle Orientierungshilfe, sondern sind nahezu unverzichtbar in einer Zeit in der nichts mehr stimmt und in der alles versucht wird, den Einzelnen von seiner Bestimmung zu isolieren, sowie ganze Völker ihrer Schicksale, Eigenarten, Mythologien und Geschichten zu berauben. Und es sind wieder mal die Geldwechsler und Falschmünzer der Geschichte in allen Lagern und Religionen, die mit ihren Kulturauslöschungsexperimenten aus den europäischen Gotteshäusern Räuberhöhlen machen. Das rächt sich. Hier kündigt sich Gewaltiges an.

 

© Günther Gerzmann

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