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Leider verzögert sich die geplante Buchveröffentlichung auf unbestimmte Zeit.

Weitere Informationen dazu werden hier rechtzeitig bekannt gegeben.

10. Dezember 2017

Die Epoche-Bewegungen Teil II

Der im ersten Teil beschriebene drei-Jahres-Rhythmus lässt sich auf der Ekliptik, als eine rhythmische Bewegung der Zeit, auch nach rückwärts verfolgen. Vor den 0° Krebs im Jahre 1967 lag also dieser Rhythmus – nach der Formel ein Grad ist gleich drei Jahre – im Jahre 1964 auf 29° Zwillinge, im Jahre 1961 auf 28° Zwillinge usw. Bezieht man die 0° Krebs/Steinbock-Achse als eine kardinale Spiegelachse mit ein, so erscheint es zulässig, dass vor 1967 im Zwilling Geschehene als latente Ereigniswiederholung im Krebs wiederzufinden. Das ist insofern auch nachvollziehbar als der Zwilling – ausgehend von den 0° Widder als Tierkreisbeginn – die Vorlaufphase des Krebs darstellt.

So sind u.a. die in beiden Zeichen angegebenen GSP (= Gruppenschicksalspunkt) – bis auf drei Ausnahmen – in ihrer Spiegelung mit den jeweils gleichen Konstellationen belegt (10° Krebs/20° Zwilling = Mond/Uranus usw.). (Hinsichtlich der 2,5° Zwillinge/27,5° Krebs alias Merkur/Saturn stellt sich die Frage, ob die 28° Krebs als ein Mars/Pluto-GSP nicht auch auf den 2° Zwilling resp. 28° Steinbock zu verzeichnen wären, sozusagen als Vorbedingung für die Notwendigkeit des Geschehens einer Saturn/Merkur-Metamorphose.) Der mit Erreichen der 17° Krebs im Jahre 2018 in das aktuelle Zeitgeschehen involvierte GSP von 13° Zwilling, führt zurück in die Zeit des Ersten Weltkrieges, in das Jahr 1916. Es überrascht daher also nicht, die zerstörerische Gewalt der damaligen Ereignisse durch einen Mars/Saturn-GSP (12,5° Zwillinge) charakterisiert zu sehen. Nimmt man das Jahr 1916 (= 13° Zwilling) als die zeitliche Mitte dieses Krieges, so fällt der Beginn im Jahre 1914 gradgenau auf die 12,4° Zwillinge und endet im Jahre 1918 auf 13,7° Zwillinge. Es ist wichtig im Auge zu behalten, dass, im Sinne der Spiegelung der Zeit, Anfang und Ende eines früheren Geschehens in der Gegenwart in umgekehrter Reihenfolge erscheinen und ablaufen.

Am Beispiel der eingangs erwähnten Zeitachse (1967 = 0°Krebs) und bezogen auf die Jahre 1914- 18 stellt sich das – nach der Formel ein Grad = drei Jahre – folgendermaßen dar: 1918 = 2016; 1917 = 2017; 1916 = 2018; 1915 = 2019; 1914 = 2020.

Wir bewegen uns also auf den Beginn des Ersten Weltkrieges zu (2020 = 1914). Die Kongruenz der Jahre 1916/2018 scheint jedenfalls kein gutes Omen für die kommenden Monate zu sein. 1916 fanden an der Westfront die schwersten und verlustreichsten Gefechte und Schlachten dieses Krieges statt (Verdun von Februar – Dezember; Somme von Juni – November). Erwähnenswert sind auch ein Angriff der Briten auf die Türken in Palästina sowie ein Vorrücken russischer Truppen in das neutrale Persien. Noch interessanter sind allerdings die Angebote der Mittelmächte Deutschland und Österreich/Ungarn zum Beginn von Friedensverhandlungen, die von der britischen

und französischen Regierung – so wie später auch im Zweiten Weltkrieg – rigoros abgelehnt wurden. Hinsichtlich der Ereigniswiederholungen sollte an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass es sich dabei nicht um Wiederholungen im Sinne eines Déja-vu-Erlebnisses handelt, sondern um das Wiederauftauchen von Bildern und Erfahrungen, die das innerhalb der genannten Zeiträume vom Prinzip her Ungelöste als Verdrängtes wieder aktualisieren und ins öffentliche Bewusstsein bringen. So ist es schon längst kein Geheimnis mehr, dass die verdeckt im Hintergrund agierenden Kräfte von damals auch heute noch das öffentliche Bewusstsein besetzen und – vor allem die Deutschen betreffend - in Gefangenschaft zu halten versuchen. Die Strategie der Besatzermächte, gegen Deutschland einen „mit anderen Mitteln“ zu führenden Krieg „nach den Kriegen“ folgen zu lassen, lässt sich auch anhand der zeitlichen Verknüpfung des Diktates von Versailles im Juni 1919 mit dem Beginn der Massenmigration nach Deutschland im Herbst 2015 ablesen. Dass die Wiederkehr einer früheren Katastrophe auf der politischen Gegenwartsbühne sich in andere zeitgemäße Gewänder gehüllt vollzieht – darauf wurde schon hingedeutet. Das Entscheidende ist der Hinweis auf ein im Kern noch zu lösendes Problem, im Sinne einer Suchbewegung, die sich tief unter der Oberfläche einer mit Daten und manipulierten Fakten versehenen historischen Zeitlinie ereignet. Es sind die assoziativen und intuitiven Denkbewegungen, die den gezielt eingesetzten Informationsübertragungen entgegenwirken und helfen können, das Bewusstsein von der Einsperrung innerhalb der Modelle einer auf allen Ebenen degenerierten Erinnerungs- sowie Sprachkultur zu befreien.

Das Auffinden der Parallelen zwischen dem Versailler Diktat und die seit 2015 auf Deutschland zielende Flüchtlings- und Migrationspolitik bleibt also auch den Assoziationsmöglichkeiten eines jeden Einzelnen vorbehalten, sofern er das Lager der „Anständigen“ schon verlassen hat und zu seinem Waldgang aufgebrochen ist. Den Versailler „Vertrag“ vor allem in seinen wesentlichen Wiedergutmachungs- und Auslieferungsbestimmungen einmal anzuschauen, ist aller Mühe wert, um die schon damals gelegten Grundsteine für das zu erkennen, was heute politisch in Deutschland und in Europa geschieht.

Ernst Jünger hat das im Jahre 1951 in seiner Schrift „Der Waldgang“ so formuliert: „Der Friede von Versailles schloss bereits den Zweiten Weltkrieg ein. Auf offene Gewalt begründet, gab er das Evangelium, auf das jede Gewalttat sich bezog. Ein zweiter Friede nach diesem Muster würde noch kürzer dauern und die Zerstörung Europas einschließen.“ Dass Jünger, der seltsamerweise einem heraufziehenden „Weltstaat“ huldigte, einen zweiten Frieden „nach diesem Muster“ in 1945 nicht zu erkennen vermochte, wirft Fragen auf. Auch seine Konzeption der „Gestalt des Arbeiters“ als des mächtigsten Sohnes der Erde“, der als Typus die „natürlichen Rassen“ überhöht, erscheint rätselhaft und widersprüchlich. Dass solche auf das Politische zielenden Ausführungen Ernst Jüngers ihn heute verdächtig erscheinen lassen, mit freimaurerischen Grundsätzen und Ideologien mehr als nur sympathisiert zu haben, liegt auf der Hand. So hat es immer noch etwas Befremdliches, den 95-jährigen Ernst Jünger neben Helmut Kohl und Francois Mitterand stehen zu sehen. Andererseits erscheint es ebenso verfehlt, ihn als einen Fürsprecher und Mitstreiter der Todespolitiken anzusehen, die jetzt ihre dunklen und unheilvollen Schatten auf Europa werfen. Abschließend sei noch einmal auf die Geschichte und die Zusammenhänge der Jahre 1945/1989 hingewiesen. Das Jahr 1945 fällt auf den GSP von 22,7° Zwilling, was in der Spiegelung die 7,3° Krebs im Jahre 1989 ergibt. Da es sich auf beiden Graden um Sonne/Uranus-GSP handelt, stellt sich nicht nur die Frage nach dem Zusammenbruch zweier Systeme, sondern auch – im Sinne eines Königssturzes – die nach Intrigen und Verrat und wer einen solchen begangen hat. Dass die militärische Niederlage des Deutschen Reiches 1945 nur mit Hilfe hochrangiger Verräter zu Wege gebracht werden konnte, wurde inzwischen vielfach dokumentiert und ist hinreichend bekannt. Doch es lohnt sich einmal zu erkunden, inwieweit Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher als die Lichtgestalten der sogenannten Deutschen Wiedervereinigung an der Fortführung eines in der Vergangenheit an den Deutschen begangenen Verrates noch im Jahre 1989 beteiligt waren. Heute sehen sich die Deutschen nicht nur mit den Herrschaftsansprüchen fremder, sondern vor allem mit der Tragweite eigener Schicksalsmächte und ihren elementaren Gewalten konfrontiert. Auch Saturn wirft seinen Schatten auf die kommende Weihnacht 2017 voraus. So werden längst zerbrochene Schwerter und Allianzen neu geschmiedet und auf den Feldern zum Einsatz gebracht, wo die entscheidenden Kämpfe stattfinden müssen, will man zur Verteidigung und zum Heil des

eigenen Lebens und Daseins den gegenwärtigen Bedrohungen auch geistig standhalten und  erfolgreich begegnen.

 

© Günther Gerzmann

27. Dezember 2017

 

Anmerkung:

Nähere Erläuterungen zur Methode und zur Deutung der Epoche-Bewegungen finden sich in den Hamburger sowie Berliner Vorträgen von Wolfgang Döbereiner.

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